Raus in den großen Wald

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Yeah! Heute geht es endlich mal wieder in den Busch! Ich freue mich total und bin, trotz Krankheit gut gelaunt :-D Um 9 Uhr treffe ich mich mit Steffi im Stall. Da es die ganze Woche über geregnet hat, sieht mein Pony aus wie eine kleine Wildsau ;-) Jetzt können wir nur hoffen, dass es im Wald weniger matschig ist.

Nach dem ich den Kamp gegen den Schlamm am Pferd gewonnen habe, können wir auch schon die beiden Kerle verladen.

Wir laufen den ersten KM zum warmwerden nebenher; der Boden ist ganz in Ordnung, nur feucht und ohne Pfützen. Auch der erste Bach hat zwar gut Wasser, ist aber nicht reißend. Sehr schön! Und Curly geht gaaaanz mutig als erster durch! *freu* Noch schnell die beiden GPS-Geräte gestartet (Handy und Garmin) und schon kann es losgehen. Beide Pferde sind nach so langer Wald-Abstinenz ganz heiß aufs Laufen so sehr, dass Curly seiner Freude erst einmal Ausdruck durch einen kleinen Buckler verleihen muss :-/

Leider findet Curly hinter Lati lauften total doof und tut diesen Unmut durch Buckeln kund *grrr. Leider rutscht mir der Sattel dabei so weit nach vorne auf die Schulter, dass ich neu satteln muss – da war ich böse! Aus Prinzip gehen wir jetzt Schritt und HINTER Lati – das ist OK, aber im Trab geht das gar nicht! Der macht mich wahnsinnig! Weiter geht es dann mit Curly im Galopp vorweg, Latti mit großen Trabschritten hinterher.

Schon quasi auf dem Weg Richtung Hänger haben wir dann mal wieder ein Erlebnis der 3ten Art. Nur schon mal vorweg: ich habe NICHTS gegen Hunde, auch nichts gegen Hunde die freilaufen, ABER ich habe was gegen deren Menschen, die sich nicht um die Erziehung kümmern!!! Denn eigentlich sollte man ja meinen dass Hundebesitzern etwas an ihren Hunden, die sie mit sich durch den Wald schleifen, hängt. Aber dem scheint nicht immer so zu sein. Wir sehen in der Ferne zwei etwas über knöchelhohe Hunde auf dem Waldweg unangeleint herumturnen (in NRW gehören Hunde im Wald an die Leine) und uns aufmerksam beobachten. OK. Ich trabe mal lieber. Wir sind auf 50 m ran und die beiden Hunde fangen an zu bellen wie bekloppt und kommen auf uns zu… Also Schritt. Wir sind auf Höhe der Besitzerinnen. Ein Hund kläfft vorne seitlich, der andere schleicht sich an Curlys Hinterbeine. Wir bleiben stehen um den beiden Damen das Eingreifen/Hunde an die Leine zu nehmen zu ermöglichen. Der Hund hinten ist nur 10 cm von Curlys Hinterbeinen entfernt. Ich wünsche mir Curly würde mal herzlich zutreten – vor allem BEVOR der Hund meint beißen zu müssen. Doch die Damen bewegen sich kein Stück, sondern rufen nur ihre Hunde. „Reiten Sie einfach weiter, die haben Angst!“ Ok, dann reiten wir weiter – im Schritt. ABER der Köter hängt immer noch dicht hinter Curlys Beinen. Lässt sich kurz durch Frauchen abrufen. Wir nutzen die Gelegenheit um Meter zu machen. Doch was ist dass Wäff-wäff-wäff hängt das Vieh wieder an uns dran. Die Frauen schreien, dem Hund / den Hunden ist es Sch*** egal! *gggr MEIN Puls ist auf 180! Curly und Lati stört es nicht. So etwas unverantwortungsvolles habe ich selten gesehen! Die beiden Damen nehmen das ganze Spektakel total gelassen hin und kommen jetzt doch mal zu uns geschlendert um uns von den beiden Plagegeistern zu befreien. Ich sage der Frau, dass sich ihr Hund in Lebensgefahr gebracht hat (ja, ich werde zur größeren Gefahr als mein Pferd). Aber das scheint – mal wieder  – NICHT zu interessieren!

Da hat einer ordentlich gearbeitet

 

Ich schimpfe noch bis wir am Hänger sind vor mich hin über die beiden dummen Puten! Es gibt ja viele nette und verständige Hundebesitzer, aber diese beiden….

Wir haben am Ende knapp 22 km gemacht mit einem Tempo in Bewegung von über 13.5 km/h. Ich bin stolz auf den Opi, dass er so schön mitmacht – die Hälfte der Strecke ist er Vorwärts-Abwärts gelaufen. Und freue mich, dass Curly jetzt mal müde ist ;-)

Und Glück mit dem Wetter hatten wir auch! So soll das sein!

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