2. Eifeldistanz
Posted in Allgemeines and tagged with distanzritt, Eifeldistanz, Renegade on 08/23/2010 12:45 pm by Sandra24. – 25. Juli 2010
Da wir an einem Samstag anreisen ist alles entspannt – trotz 2 Hängern und 3 Pferden. Ich mache vormittags meine Runde und sammle alles ein, dass für Mensch und Tier mitgenommen werden muss. Und das ist eine Menge!!! Gut dass ich den VW Bus habe, da entsteht zum Glück kein Platzproblem
Gegen 12 Uhr geht es dann los Richtung Eifel. Curly bei mir, Astor und Lati bei Larissa im Hänger. Wir haben das so aufgeteilt, da mein Auto letztes Jahr doch arg langsam mit 2 Pferden den Berg (60 km/h mit Vollgas – oder fast) hoch kam. Nach fast 1 1/2 Stunden Fahrt sind wir endlich am Ziel.
Dieses Jahr gibt es noch eine 2. Paddockwiese, die auch bis auf ein paar wenige Gespanne noch sehr leer ist. Also freie Platzwahl. Wir suchen uns ein ansatzweise grades Stück Wiese aus, wo wir genügend Platz haben um 3 Paddocks, 2 Gespanne und 1 großes Zelt aufbauen können. Als ich mein Pony aus dem Hänger hole bin ich positiv überrascht, dass es NICHT vor Aufregung geschwitzt hat!!! Also kann Hängerfahren ja nicht mehr sooo schlimm sein
Erwischt!
Nachdem alles ausgepackt ist, das Zelt und die Paddocks stehen gehen wir zur Meldestelle. Da dieses Jahr auch Inernational gestartet wird ist alles ein wenig anders/professioneller organisiert. Daher hatte ich bei der Anmeldung meines Pferdes auch eine kurze Diskussion darüber, ob mein Pferd nun Curly oder doch CH Muscazzja – wie im Pass – heißt. *schnaub* Nun gut, auf den ausgehändigten Papieren steht dann eben der Pass-Name, ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt!
Zurück bestückt mit Leibchen, Check-Karte und einem Transponder für den Pferdehals geht es zurück zu unseren Jungs. Wir schmieden schon einen Plan, für wann wir uns morgen in die Starterlisten eintragen wollen. Wir sind alle sehr gespannt, wie unsere 3 Jungs wohl zusammen laufen werden. Angekommen bei unseren Paddocks machen wir die Pferde fertig um mit ihnen zur VU zu gehen. Da Curly ja mittlerweile weiß, dass ihm dort nichts passiert und sich benimmt, kann ich ganz entspannt an die Sache herangehen. Alle 3 bekommen die Starterlaubnis der Tierärzte. Sehr schön, jetzt können wir den Nachmittag genießen und uns auf morgen feuen.
Wir schauen ein bisschen dem Treiben beim Vet-Gate zu schlendern ein wenig hier hin, dann dort hin. Gegen Abend kaufen wir uns ein leckers Abendessen und machen es uns gemütlich in dem Zelt, da auch bald die Vorbesprechung beginnen wird. Die Stecken sind ähnlich wie im letzten Jahr – sehr angenehm. Leider bekommen wir mitgeteilt, dass die Reihenfolge der Starts ausgelost wurde… Somit ist unsere Überlegung zu nichte gemacht, zusammen zu Starten. Larissa startet 15 Min vor mir (ich habe jetzt schon keine Lust auf das Gehample von Curly wenn Astor von dannen reitet), Steffi 5 Min nach mir. Ich überlege, dass ich einfach etwas langsamer reiten werde am Anfang und somit auf Steffi und Lati warte.
Da wir erst nach 9 Uhr starten können wir ganz entspannt bis 7 Uhr schlafen. Schnell die Pferde gefüttert, dann ab zum Frühstück. Wir schleppen das Wasser zum Pausenplatz und schon geht es daran die Pferde fertig zumachen. Ich fange mit den Hufschuhen an, falls Curly mal wieder meint, sobald der Sattel drauf ist nicht mehr still stehen zu können. Wir sind mit den Renegades auf allen 4 Füßen unterwegs – unser erster richtiger Testritt mit den Dingern! Zur Sicherheit nehmne ich noch einen Satz Easyboots mit zum Pausenplatz. Man weiß ja nie!
Nachdem Curly in dem Gewusel nicht mitbekommen hat, dass Astor schon auf die Strecke gegangen ist, reite ich noch ein bissen mit Steffi zusammen warm. Aber auch wir verlieren uns ein Stück weit aus den Augen, was sich als ganz günstig erweißt, da Curly so auch Lati nicht im Auge hat. Schon am Start zeigt sich, dass ich wohl eher alleine reiten werde, da 2 Reiterinnen vor mir abdampfen und eine hinter mir zurück bleibt. Nun gut, Curly scheint es nicht zu stören und gibt Gas. Noch sind die Temperaturen sehr erträglich im Wald, aber nach dem es raus aufs Feld geht, wir es schon ganz schön warm. Nebenbei geht es auch ordentlich hoch und runter. Ich schaue mich regelmäßig um, bzw schaue meinem Pony auf die Füße zwecks Hufschuhkontrolle. Doch schon nach wenigen Km merke ich, dass dies überflüssig ist, da die Renegades halten – trotz permanentem Gegeneinanderschlagens (von hinten nach vorne).
Nach 25 schweißtreibenden Km kommen wir ins Gate (Schnitt von 13 km/h) und treffen Larissa mit Astor die grade zur Pulskontrolle gehen wollen. Curly braucht 3 Min, dann gehen wir mit Larissa zum Check. Beide Pferde sind tiptop in Schuss und dürfen in die Pause. Die zweite Runde wollen wir zusammen reiten. Allerding wundere ich mich, wo Steffi bleibt. Ich hätte gedacht Sie holt mich unterwegs ein… Auch als wir wieder aus der Pause reiten ist von ihr noch nichts zu sehen :-/ Ob da was passiert ist??? Ich rufe sie an. Keine Antwort
Wir kommen um die erste Kurve, da kommt uns Steffi lachend und zufriedne entgegen. Sehr schön! So klann ich beruhigt weiterreiten.
Die 2. Runde ist vom Boden etwas netter, allerdings gibt es auch einige Passagen, die wir schritt gehen müssen, da sie zu steil zum Traben sind. Da wir mit einem netten Mädel mit Tross unterwegs sind, haben unsere Pferde die Möglichkeit zwischendruch immer wieder zu Trinken und nutzen dies auch ausgiebig
Sehr brav! Wir kommen mit einem Schnitt von 11 km/h auf der 2. Runde ins Ziel. Beide Pferde machen einen guten Eindruck. Nach dem die Pferde versorgt sind, gehen wir zurück zum Ziel und warten dort auf Steffi. 90 Min nach uns reitet sie sehr zufrieden mit Lati und ihrer Mitreiterin über die Ziellinie. Wir freuen uns total, dass Latis erste Distanz nach dem Unfall so gut gelaufen ist.
Völlig fertig warten wir auf die Siegererhrung. Wir alle sind sehr zufrieden mit unserer Leistung und das ist die Hauptsache!








